Wieso Zahnkontrolle bei Pferden so wichtig ist!!!

 

Wieso regelmäßige Zahnkontrolle bei Pferden so wichtig ist!

Das Gebiss der Pferde besteht aus 36-44 Zähnen. In der Natur fraßen die Pferde hartes Steppengras vom Boden, das Gebiss nutze sich im besten Fall gleichmäßig ab. 
Heutzutage bekommen unsere Pferde weiches, grünes und saftiges Gras und industriell gefertigtes Futter sowie Heu und Stroh. Oft gibt es zu wenig Raufutter, die Pferde werden durch Heunetze oder zu hohe Krippen zu einer falschen Fresshaltung gezwungen und es kommt zu einer unphysiologischen Abnützung der Zähne, was in Haken oder Wellen endet und für das Pferd schmerzhaft werden kann.

Mindestens einmal im Jahr sollte man die Zähne von einem Pferdedentisten kontrollieren lassen, eine gute Fachkraft sagt auch, wann die Zähne nicht gemacht werden müssen. 

Indikationen für eine Zahnkontrolle sind zb.:
Rittigkeitsproblem
sich gegen das Gebiss lehne 
Oder aufs Gebiss legen 
Röllchenbildung beim Heufressen
Tunken des Heus in Wasser 
Maulgeruch 
Kopfscheuheit 
Gewichtsverlust

Wichtig ist auch, sich die richtige Fachkraft zu suchen! Das Maulgatter ist wichtig, um auch die letzten Backenzähne kontrollieren und ordentlich bearbeiten zu können, wer nur die Feile ins Maul steckt kann meiner Meinung nach nicht effizient bearbeiten. Außerdem müssen immer die Schneidezähne mitbehandelt werden, stehen diese Schief oder sind zu lang, können die Backenzähne nicht regelmäßig abgenutzt worden sein und müssen auch behandelt werden.

Ob man sein Pferd sedieren lassen muss, muss individuell entschieden werden. Ein guter Pferdedentist sediert das Pferd nur so, dass es schnell nach der Behandlung wieder fit ist und keine starken Nebenwirkungen zu starker oder falscher Sedation wie Schwitzen o.ä zeigt. 

 

Was man bedenken muss: durch das Maulgitter (wie oben beschrieben zwingend notwendig für eine gute Behandlung) wird dem Pferd das Maul sehr weit geöffnet und das über einen längeren Zeitraum. Wer schon mal lange beim Zahnarzt saß, kennt das Gefühl danach. Der Nacken ist verspannt, die Kaumuskulatur ebenfalls. Manche Pferde neigen danach zu einem Atlasschiefstand, da der Kopf während der Behandlung hochgegangen wurde. Eine osteopathische Behabndlung bietet sich nach einem solchen Termin eben deshalb auch gut an.